Life at the University in Berlin
The first document to be analysed here is a letter Koschaker sent on 29th May 1937 to the Prorektor of the University of Berlin, Hoppe; the same Hoppe would later become its Rektor in 1937.[278] The text is emblematic of the problems that Koschaker had constantly to face when dealing with the University administration, problems which particularly bothered him.[279] Koschaker sent the missive privately to the Prorektor to complain about the inconvenience caused by delays on account of compulsory bureaucratic procedures in order for him to be able to travel to Paris to attend the meeting of the Societe d’histoire du droit.
The letter begins as follows:Hochgeehrter Herr Prorektor ![280]
Ich bitte Sie, diesen Brief als privaten betrachten zu wollen, weshalb ich ihn auch nicht im Dienstwege an Sie gelangen lasse. Es steht in Ihrem Belieben, ob Sie ihn ungelesen in den Papierkorb werfen oder seine Mitteilungen verwerten wollen. [...] Es handelt sich um meine Reise zur Tagung der Societe d’histoire du droit in Paris. Sie werden sich erinnern, daß ich etwa vor 2 1/2 Wochen dieserhalb bei Ihnen vorsprach. Sie hatten die Güte, sich mit dem Ministerialreferenten in Verbindung zu setzen und erhielten die Zusicherung umgehender Erledigung. In der Tat ist mir die Genehmigung des Ministers schon am 13. d.M. erteilt worden. Leider hat man Ihre weitere Bitte, Sie telefonisch von der Erledigung meines Antrags verständigen zu wollen, nicht beachtet, sondern das Schreiben dem Dienstwege anvertraut, auf dem es erst 9 Tage später beim Rektorat einlangte. [...] Aber alle meine Bemühungen, die ich gestern sofort nach Erhalt der Devisengenehmigung unternahm, mir bei Banken und Reisebüros das Reisgeld zu verschaffen, scheiterten, weil ich spätestens nächsten Montag hätte abreisen müssen.
So habe ich nach Paris abgeschrieben.Koschaker’s principal grievance, which was written in a direct manner but with a degree of flattery, was that he would be unable to attend the meeting of the Societe d’histoire du droit.58 His French colleagues, who had a profound respect for him, understood his predicament, but Koschaker himself was acutely aware that he had lost an opportunity to reinforce important international relationships that had been built up over a long period of time. At the same time, German scholarship now was without representation at the conference and its reputation would consequently have suffered, whereas the Italian government decided to send to Paris “Nicht weniger als 5 ihrer [of the Italian Wissenschaft] besten Köpfe” - “No less than five of its best minds”. Even though the Ministry of Education affirmed that it had taken into due consideration the need to give German scholarship proper representation at foreign conferences, it seemed to Koschaker that the bureaucracy, which was at the service of the Ministry, had considerably hindered this aim. Another element appears from the text of the letter, Koschaker already concerned about his role as “spokesperson” of the entire German scholarship in the field of Legal history, a feeling that he would reveal on other occasions too.
The letter continues:
Gestatten Sie mir im Anschlusse daran noch folgende zu berichten. Die Societe d’histoire du droit ist eine französische wissenschaftliche Gesellschaft. Aber sie besteht keineswegs aus Linksradikalen und Kommunisten. Auch was die Juden betrifft, so waren sie, soweit ich selbst Beobachtungen machen konnte, in einem viel | geringeren Prozentsatze vertreten als etwa früher bei deutschen Tagungen ähnlicher Art. Jedenfalls hat niemals ein sowjetrussischer Professor dort ein Referat erstattet. [...] Es ist nicht Schuld der Franzosen, wenn zufolge meiner Absage die deutsche Rechtswissenschaft unvertreten bleiben wird. Leider muß ich auch befürchten, daß meine Absage, obwohl ich alles getan habe, einen solchen Verdacht zu zerstreuen, im Sinne einer gewollten Behinderung der deutschen Wissenschaft gedeutet wird.
Endlich ist mir bekannt geworden, daß meine Reisen zu den Tagungen der Gesellschaft hier unfreundliche Kommentare hervorgerufen [281] haben sollen. Ich erfreue mich allerdings bei meinen französischen Kollegen eines gewissen Vertrauens. Aber dieses Vertrauen habe ich nicht von heute auf morgen erworben [...]. Auf Grund dieses Vertrauens habe ich immer dahin zu wirken gesucht, in dem mir offen stehenden Kreise vertrauensvolle Beziehungen zur französischen Wissenschaft herzustellen. Aber belohnt werde ich dafür mit Verdächtigungen. Die Angelegenheit ist für mich erledigt. Ich selbst werde durch die mir durch die Umstände auferlegte Absage in meiner wissenschaftlichen Reputation nicht den geringsten Schaden erleiden. Man versichert mir, daß das Ministerium Gewicht darauf lege, die deutsche Wissenschaft bei ausländischen Tagungen angemessen vertreten zu sehen. Jedenfalls bedient es sich hierbei eines Verwaltungsapparates, der in hervorragender Weise geeignet ist, diese wohlmeinenden Absichten zu durchkreuzen. [.].In addition to the problems he had run up against with the university administration, Koschaker was aware that his connections with the Societe d'histoire du droit had not been positively received at the University - probably by his colleagues, although this is not clear, since Koschaker only said: “meine Reisen zu den Tagungen der Gesellschaft hier unfreundliche Kommentare hervorgerufen haben sollen.” In return for his academic endeavours, therefore, he had been treated with guarded suspicion. Nonetheless, it is possible to argue from the text that Koschaker could still count on the support of the Prorektor, who helped him to obtain the travel permit (Reisegenehmigung) and gave his aid during the entire procedure of his travel request. It is clear that his plans, in the end, had not been impeded by the Ministry, which gave him permission to travel. The difficulties were - most likely - bureaucratic rather than personal reasons.
One may therefore conclude that his plans regarding participation in Societe d'histoire du droit conferences encountered only partial hostility (the unfreundliche Kommentare) within the University or the Faculty.Finally, the description Koschaker gave of the Societe d'histoire du droit deserves a few words as well. It is not easy to say whether Koschaker, with this description, wanted to defend his position in the eyes of the Prorektor and the Reichsministerium and to secure the future possibility of obtaining further travel permissions. On the other hand, it does seem clear, however, that he offered a description of the Societe d'histoire du droit in order not to irritate the regime and its representatives as well as to avoid any risk of being accused of being connected to Communists or to Jewish people.
A second interesting letter, dated 1st June 1939, illustrates other kinds of problems connected to the tasks that Koschaker had to conduct in Berlin.[282] The letter is addressed to the Ministry for Science, Education and Popular Education.
The first half page concerns the appointment of a personal assistant to Koschaker’s chair. As he had pointed out when negotiating the conditions of his move to Berlin, he wanted to secure a position for a personal assistant and a precise reference to this point had been underlined in the letter of 30th March 1936, regarding his call to Berlin.[283] Initially, after Koschaker had been officially appointed in 1936, Dr. Hellebrand obtained the post of Koschaker’s personal assistant, but he was then moved to the University of Kiel by the Ministry in autumn 1937. After that, Koschaker no longer had a personal assistant. He sent a further request for an assistant in May or June 1938 - as he wrote in the letter - to the Kurator of the University and then, in the autumn of the same year, he wrote to the Ministry asking for a meeting with the person in charge of these decisions (the Sachbearbeiter), in order to try to find a solution, but he obtained no answer.
Koschaker wrote in the letter that the position had originally been conceived to be in the interests of the assistant, who could thus have the opportunity to work on his research projects and perhaps write his Habilitationsschrift. As nothing happened after he had written to the Ministry for the first time in the autumn of 1938, Koschaker decided to send another letter. After the preamble, the text reads:[...] Wenn ich mir erlaube den Antrag [auf][284] Wiederherstellung der Stelle zu erneuern, so bleibt dieser Zweck aufrecht. Erfahrungen von 3 Jahren in Berlin haben mir aber gezeigt, daß ich einen Assistenten auch zu meiner persönlichen Unterstützung brauche. Es ist einmal so, daß die Berliner Professur andere Anforderungen stellt als eine solche in der Provinz. Eine Anzahl von anderen Angelegenheiten treten hier an den Professor heran. Allein meine wissenschaftliche Korrespondenz ist [so][285] angeschwollen, daß ich fastjede Woche 3 Tage mein eigener Sekretär sein müßte, um sie zu erledigen. Vor allem aber sind es die furchtbaren Entfernungen der Millionenstadt, die zw[i]ngen,[286] einen großen und den besten Teil des Tages in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu vertrödeln. Sich ein Buch au seiner Bibliothek zu holen, kostet fast einen halben Tag. Es ist begreiflich, daß unter solchen Umständen keine Zeit zur geistigen Konzentration bleibt, die die wissenschaftliche Arbeit erfordert. Ich habe wohl ein Dutzend von Entwürfen zu größeren oder kleineren Arbeiten liegend un[d][287] ich glaube in jeder von ihnen etwas Neues sagen zu können. | [.] Daß ich mich persönlich in Berlin nicht wohl fühlen würde, habe ich gewußt und ich habe kein Recht, mich zu beklagen, wenn meine schlimmsten Erwartungen in diesem Punkte übertroffen wurden, ich namentlich unter der durch die Ma[mm]uthdimensionen dieser Stadt[288] bedingten geistigen Isolierung leide, die die universitas literarum zur Fiktion macht.
Indessen bin ich nicht zu meinem Vergnügen nach Berlin gekommen. Ich habe schon bei den Berufungsverhandlungen betont, daß ich hier gewisse Arbeiten machen wolle. Daß ich in meinem Hauptlehrfach, dem römischen Recht hier ein Trümmerfeld [verhindern][289] [290] wollte, wie es kaum an einer anderen deutschen Universität besteht, hat schon die Erreichung dieser Ziele erschwert, weil ich dadurch mit lehramtlichen Aufgaben belastet wurde, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Wenn ich aber meine Zeile deshalb nicht erreichen kann, weil ich bei meiner Arbeit beständig durch wissenschaftsfremde Dinge behindert werde, so würde allerdings mein Verbleiben in dieser Stadt auf die Dauer sinnlos werden. [...] Ich habe mich |f|erner67 immer viel wohler vorne im Schützengraben als unter den großen Herren im wissenschaftlichen Generalstab hinter der Front gefühlt, und ich weiß drittens, daß man einen wissenschaftlichen Namen nicht hat, um ihn zu besitzen, sondern um ihn täglich neu zu erwerben. Die Bewilligung der Assistentenstelle würde zwar die Quellen dieser Übel nicht verstopfen, sie würde aber die in den örtlichen Verhältnissen Berlins liegenden Schwierigkeiten wenigstens teilweise mildern. Ich habe einen jungen Assyriologen in Aussicht, der sich für die Stelle gut eignen würde [...]. Sollte es aber nicht möglich sein[291], mir diese Teilerleichterungen zu gewähren, so würde ich es dankbar begrüßen, wenn in Erwägung gezogen werden könnte, ob es nicht besser wäre, mir ein anderes Milieu zu geben, in dem[292] ich zwar geringere wissenschaftliche Behelfe zur Verfügung, aber mehr Ruhe und Sammlung zur Arbeit hätte. Denn bei Fortdauer der jetzigen Verhältnisse, die mich seelisch |[293] zermürben, werde ich alsbald an der Grenze meiner körperlichen Kräfte angelangt sein, und [d]ann ist auch der Zeitpunkt nicht mehr ferne, da ich gezwungen sein würde, wegen Dienstunfähigkeit meine vorzeitige Verabschiedung zu beantragen.A peculiar feature of Koschaker’s way of writing is immediately apparent from the confidence with which he addressed the Ministry. It was no doubt his prestige and position at the university that allowed him to write so authoritatively about what concerned him. One might get the idea, reading the letter, that Koschaker considered himself an important professor, but he probably felt this importance had not been completely acknowledged either at the University or at the Ministry, and this fact irked him. The text gained momentum with a crescendo that culminated in his foreseeing the possibility of an early departure from his post. Moreover, in the letter some of the problems emerge that had deeply bothered Koschaker during his period in Berlin. First of all, he stressed that the role of a professor at Berlin required a wider variety of tasks than in a smaller provincial university. He complained, among other things, that he had to be “his own secretary” three days a week, almost every week, merely to reply to his academic correspondence.
In his complaint, a decisive aspect in Koschaker’s eyes - somewhat surprisingly - were the distances it was necessary to travel in a huge city like Berlin. Travelling by public transport in the most favourable part of a working day meant not only loss of time but also prevented him from concentrating on his work. In fact, the reason for Koschaker sending the letter to the Ministry was actually connected with his work. When he agreed to move to Berlin, he underlined that he wanted to carry out some precise research projects, but the circumstances, over the years, seemed to impede his achieving realising them.
It is of interest to read that he did not accept the chair at the most prestigious university in Germany at that time merely for his own pleasure, but because he wished to prevent his subject matter, Roman law, from becoming a “field full of ruins”. This sounds as if Koschaker had interpreted his new academic experience in Berlin as a historical mission to defend Roman law.[294] Since he had no chance to accomplishing this ambition, being burdened with diverse duties and tasks, which moreover had nothing to do with his research, it no longer made sense to remain in Berlin (“Wenn ich aber meine Ziele deshalb nicht erreichen kann, weil ich bei meiner Arbeit beständig durch wissenschaftsfremde Dinge behindert werde, so würde allerdings mein Verbleiben in dieser Stadt auf die Dauer sinnlos werden”). This resolute expression epitomised his actual feelings. The vanity of the great scholar also emerges a few lines later, when he described how necessary it was, if one wanted to have and preserve an academic name, to earn that prestige day after day by publishing and attending conferences. He expressed genuine disappointment that he had not had enough time to concentrate on the dozens of draft essays he had been working on. As he wrote, he was a man who liked to stay in the scientific trenches and not in the rearguard.
The appointment of a personal assistant was not the panacea to all the problems that he had described, wrote Koschaker, but it would at least alleviate them. Furthermore, he already had in mind the name of a young Assyriologist. If it was not possible to satisfy his request, he would be grateful if the Ministry would consider moving him elsewhere, so that he could find more tranquillity and concentration to work (“mehr Ruhe und Sammlung zur Arbeit”). This reference to a quieter place where he would have had the necessary concentration to work alludes to Hoppe’s suggestion, in the letter of October 1939 to the Minister, in which the Rektor suggested the possibility of moving Koschaker to a smaller university than Berlin. Hoppe’s idea was probably a reaction to Koschaker’s complaint and not something he had proposed on his own initiative.[295]
Koschaker’s letter then clearly shows how disappointed he was about the situation that he had found at Berlin University and the city itself, the bureaucracy (he does not say this explicitly here, but it can be implied when read in tandem with the letter he sent to the Prorektor in 1937),[296] the many tasks he had and the lack of any kind of support. Counted together, these circumstances meant that he was not able to perform his scholarly work, affecting both his publications and the mission he had taken upon himself to defend Roman law from the crisis it was facing at that time in Germany. It was apparently much more important in Koschaker’s eyes that this defence began from the chair that had been Savigny’s in Berlin, where the situation was particularly critical.[297] Koschaker clearly stated that he had not been given the means to achieve his goal, but from the text of this letter, as well as from the letter of 25th October 1937,[298] [299] there is no hint as to any particular political dislike of him by the representatives of the regime. He reiterated his complaint only three months later, on 30th September 1939, in another letter again addressed to the Minister of Education of the Reich (Reichserziehungsminister).16 The text is divided into three points, to pinpoint the different reasons for Koschaker’s greviances in Berlin. In the premise to the three points, he wrote that he wanted to send the Studienabschnitt in advance to the Ministry, to free himself, even though only in part, of his duties; he explained, then, in more detail, the motives for sending the Studienabschnitt in advance, but he also used the opportunity to describe what further bothered him. Under point number one, he stressed the fact that the working duties were too burdensome for him, unless he could get a Semesterbeurlaubung, a sabbatical from teaching and other activities at the university for a semester, as had been stipulated in the agreement concerning his position in Berlin and that had early been allowed him in 193 8.[300] The aim of such a break was not for vacation, but to use it for “Forschungs- und Studienzwecke” (research and study purposes). He had been promised these research breaks, but since the war broke out this possibility seemed to have all but vanished. Nonetheless, Koschaker insisted on asking the Ministry for this concession. He added that at his age - he was 60 years old at the time and had health issues;[301] his physical strength could have been negatively affected by excessive fatigue. Koschaker also complained once again about the huge size and chaotic life of Berlin, the “Millionenstadt”, where large distances between different places caused him - who was born in a small town - stress. Koschaker’s text reads thus: Ich bin im laufenden Studienabschnitt mit 7 Wochenstunden und Übungen für Berliner Verhältnisse ziemlich angestrengt. [...] Bei meiner Berufung nach Berlin wurden mir Semesterbeurlaubungen unter Fortdauer der Kolleggeldgarantie zu Forschungs- und Studienzwecken zugesichert. Ich habe von dieser Zusicherung erste[302] einmal im Sommer 1938 Gebrauch gemacht und es war meine Absicht, eine solche Beurlaubung für das normale Sommersemester 1940 zu beantragen. Der Ausbruch des Krieges hat die Ausführung dieser Absicht verhindert. Sollte ich nun aber im 2. Studienabschnitt das Programm eines normalen Wintersemesters nahezu pausenlos wiederholen müssen, so fürchte ich allerdings, das[s][303] dies bei meinem Alter und nicht mehr ganz gefestiger Gesundheit über meine Kräfte gehen würde, zumal ich als geborener Kleinstädter, der sich weder an die Entfernungen noch an das hastende Leben der Millionenstadt gewöhnen kann, die Arbeitsbedingungen in Berlin als sehr anstrengend empfinde. [.]. Koschaker continued to explain, under his second point, that there were colleagues who could replace him during his Semesterbeurlaubung, since many German universities were closed at the time. He suggested the name of the Dozent Dr. Hellebrand - his personal assistant for more or less a year after Koschaker had been called to Berlin[304] - as his substitute. It is even more interesting, however, to read what he described under his third point (on the second page of the letter): 3) stelle ich den obigen Antrag nicht deshalb, weil ich beabsichtige mich im 2. Studienabschnitte dem Nichtstun hinzugeben. Wenn ich unter 1) darauf hinweisen mußte, daß ich die Berliner Arbeitsverhältnisse anstrengend empfinde, so liegt der Grund nicht ausschließlich in meiner Lehrtätigkeit, sondern darin, daß neben dieser beständig eine sehr intensive Forschungstätigkeit einhergeht. Ich hab bei Kriegsausbruch mir erlaubt, neben meiner Berufsausübung meine Sprachkenntnisse im Englischen, Französischen und Italienischen zu praktischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. In this passage, Koschaker listed some of his working tasks and illustrated how the work at the university was connected with his research and the good relationships he had established with academics in other countries. He also mentioned that his knowledge of English, French and Italian had been available for practical purposes since the beginning of the war. It would be particularly interesting to discover some other details regarding this passage to see if the kind of willingness he had offered had led to a concrete collaboration with the Reichsministerium or some other colleagues at the University. However, since there is no other information about this question, it is not possible to draw any further conclusion on this point. In the part of the text that follows, Koschaker explained that he still had very good academic connections with scholars in other countries, both in enemy and neutral States. He pointed out, of course, that relationships with enemy States would have to be interrupted. Thanks to his very good connections with other countries, however, German scientific research (wissenschaftliche Forschung) could be properly represented through the publication of essays and works, which had in any case nothing to do with military or political topics: Ich besitze sehr ausgedehnte und zum großen Teil auch ausgezeichnete Beziehungen wissenschaftlicher Art zum Auslande, nicht bloß zum jetzt feindlichen Ausland, Beziehungen, die heute natürlich ruhen müssen, sondern auch zum neutralen Ausland. Eine Arbeit [...] wird demnächst in Italien erscheinen. [...] Es scheint mir nicht ohne jede Be[d]eutung,82 wenn die deutsche wissenschaftliche Forschung in der Kriegszeit im neutralen und mittelbar so auch im feindlichen Auslande sich zur Geltung bringt. Gegenstände von militärischer oder politischer Bedeutung sind bei meinem Forschungsgebiete ausgeschlossen.[305] [306] Koschaker wrote that in order to represent German scholarship properly abroad, it was necessary that his works should constantly remain of high quality. Therefore, he needed a period free from his working tasks and, above all, from teaching duties at the university. His essential aim that he had always had since he moved to Berlin was to carry out his research projects and in this way, he wrote, he could be much more useful to the University of Berlin than simply teaching: Zu diesem Zwecke gibt es aber kein anderes Mittel als die Güte der Leistung, und diese herauszubringen, dazu gehört Zeit und eine gewisse Ruhe, die ich bei einem durch Monate fast pausenlos durchgeführten Lehrbetrieb nicht finden kann. [...] Meine Bitte geht daher in erster Linie dahin, mir durch Befreiung von meiner[307] Lehrverpflichtungen im 2. Studienabschnitt diese Ruhe zur wissenschaftlichen Arbeit geben zu wollen, und ich glaube in dieser Forschungstätigkeit, die mir für Berlin seit jeher im Vordergrunde stand, in der heutigen Zeit nützlicher wirken zu können als durch For[t]setzung meiner Lehrtätigkeit, die ich wahrscheinlich körperlich nicht aushalten würde und in der ich jedenfalls leichter ersetzbar bin als in der Forschung. After little over one month, on 8th November 1939 Koschaker wrote another letter to the Ministry.[308] The reply was written on the reverse side 6 days later, on 14th November 1939 by Rektor Hoppe of the University of Berlin.[309] First, Koschaker wished to clarify that he was unaware, when he wrote his previous letter in September,[310] that all requests for Beurlaubungen (leave of absence) at the University had been interrupted since the outbreak of the war, except those requiring sick leave. Koschaker, therefore, withdrew his previous request and presented a new one, a Beurlaubung in the second trimester of 1940, attaching a medical certificate and some further explanations: [...] Als ich vor einigen Wochen einen Antrag um Beurlaubung für das zweite Wintersemester 1940 überreichte, war es mir unbekannt, daß alle normalen Beurlaubungen während des Krieges gesperrt sind und nur aus Krankheitsgründen in Erwägung gezogen werden können. Ich gestatte mir daher meinen ersten Antrag zurückzuziehen und ihn durch folgenden neuen Antrag zu ersetzen: der Herr Reichsminister[311] wolle mich im 2. Trimester 1940 bis zum 1. Februar 1940 beurlauben. Zur Unterstützung dieses Antrags lege ich ein amtsärztliches Zeugnis bei und gestatte mir, zusätzlich folgendes auszuführen. Ich war den ganzen Sommer durch wissenschaftliche Arbeiten außerordentlich angestrengt, Arbeiten, die mich auch den[312] Ferien nicht völlig losließen [...]. Ich habe daher schon im Zustande der Überarbeitung das 1. Wintersemester begonnen, in dem ich mit 8 Wochenstunden zudem recht stark belastet bin. [...] Zumindest brauche ich eine längere Ausspannung, als sie mir die mit 14 Tagen bemessenen Weihnachtsferien geben können. Ich muß aber auch bedacht sein, mich von den Vorlesungen zu entlasten, indem ich das romanistische Hauptkolleg im 2. Trimester ausfallen lasse. Das ist um[313] so eher möglich, als es gleichzeitig von dem Dozenten Dr. Hellebrand angekündigt worden ist. Die Erfahrung hat mich gelehrt, daß in Berlin mit seinen großen Entfernungen eine größere Vorlesungstätigkeit bei[314] gleichzeitiger[315] angestrengter Forschungstätigkeit mir[316] nur möglich ist, indem ich mich überarbeite. Es wäre mir aber contra naturam, wenn ich die Forschungstätigkeit aufgeben müßte. [...] Außerdem bitte ich zu bedenken, daß ich bei meinem Alter nun mehr eine sehr beschränkte Zahl von Arbeitsjahren habe und es mir nicht leisten kann, auch nur eines davon preiszugeben. The letter enumerates many reasons for his request for a Beurlaubung, as had already been specified in the previous letter of September 1939. Once again, Koschaker complained about the amount of work connected to his teaching duties and the fact that he could not devote enough time to his research, being so burdened with classes. He therefore needed more time after the Christmas vacations to rest and concentrate on his research activities (Forschungstätigkeiten). Since he had allowed his colleague academic leave during the second trimester, he argued that he himself deserved a longer break. Once again, the problem of the huge distances in Berlin is mentioned, a clear indicator that he had not grown accustomed to life of a big city. At the end, Koschaker added a further reason for his request, namely the few years remaining for him to work. As mentioned earlier, the reverse side of Koschaker’s letter contains Rektor Hoppe’s reply, accepting Koschaker’s explanations and recognising that a break from teaching was needed, at least temporarily: [.] so kann ich auf Grund des beiliegenden amtsärztlichen Gutachtens verstehen, daß eine ordnungsgemäße Aufrechterhaltung der Lehrtätigkeiten des Prof. Koschaker zur Zeit nicht gegeben ist. What is noteworthy about Koschaker’s letter is its polite yet resolute tone. The explanations offered in this letter, as well as those previously analysed, reveal Koschaker’s displeasure and disillusion with regard to the situation in Berlin. No doubt Koschaker had had high expectations when he moved to the capital, believing that he could devote most of his time, in accordance with his preferences, to his research projects, whereas his position in such a large university entailed various other bothersome tasks. A sense of frustration emerged from his words, probably due to his perception that his role as a highly esteemed and eminent professor had not been respected enough. Koschaker’s disenchantment was clear from the letters he wrote to the Minister - moreover, the situation was exacerbated by the fact that at that time his students were deserting his classes on Roman law.[317] Yet these reasons were not the only ones that deeply disappointed Koschaker during the five years he spent in Berlin, as will be explained in the following section.
More on the topic Life at the University in Berlin:
- Crook J.A.. Law and Life of Rome. Cornell University Press,1967. — 350 p., 1967
- The Good Life v. the Moral Life
- 3.8 Leaving Berlin
- The unpleasant period in Berlin
- 3.2 Savigny’s Chair in Berlin
- Koschaker in Berlin (1936-1941)
- 2.5 Koschaker’s final years in Leipzig and the road to Berlin in 1936
- The ‘Second Life’ or Roman Law: A Brief Overview
- The second life of Roman Saw
- IV. THE SECOND LIFE OF ROMAN LAW
- W e have so far been concerned with the legal clothing which a man wears in life—his rights and duties.
- 10.3 SPEECH IN THE INSTITUTIONAL LIFE OF THE LEAGUE[695]
- Cairns J.W., Plessis P.J. du. (eds.). Beyond Dogmatics: Law and Society in the Roman World. Edinburgh University Press,2007. - 236 p., 2007
- Birks Peter. Roman Law of Obligations. Oxford University Press,2014. — 303 p., 2014
- Nicholas Barry, Metzger Ernest. An Introduction to Roman Law. Oxford University Press,1976. — 317 p., 1976
- Creveld Martin van.. The Rise and Decline of the State. Cambridge University Press,1999. - 447 p., 1999
- Du Plessis Paul J. Borkowski's. Textbook on Roman Law. Oxford University Press,2020. — 440 p., 2020
- Crook J.A.. Legal advocacy in the Roman world. Cornell University Press,1995. — 228 p., 1995
- Buckland W.W.. The Roman Law of Slavery. Cambridge University Press 1908, repr.1970. — 754 p., 1970
- Alexy Robert. The Argument from Injustice: A Reply to Legal Positivism. Oxford University Press,2010. — 159 p., 2010